Präambel

escher_wasserfallx Ich werde mich hier mit „Energie“ befassen, oder genauer: mit dem Diskurs über Energie.  Mit „Gegenenergie“ bezeichne ich meine Absicht, Energiediskurse in dem Sinne zu kritisieren, als ich mich jeweils Frage, wofür „Energie“ steht.

Als „Energia“ ist das Wort so alt wie die alten Griechen, die es irgendwie komplementär zu „Wirkung“ verwendet haben. Umgangssprachlich klingt dieses alte Denken nach, wenn beispielsweise Erdöl als Energie bezeichnet, weil man mit Erdöl etwas bewirken kann, beispielsweise dass ein Auto fährt oder das Wohnzimmer geheizt wird. Wenn ich mit Erdöl eine (Kraft-)Maschine antreibe, verbrauche ich – diskurskritisch – natürlich Erdöl, ich muss also gar nicht von Energie sprechen. Und deshalb frage ich mich, warum und wie Energie dabei zu Sprache kommt.

Mit „Gegenenergie“ bezeichne ich eine Art Gegenaufklärung zum grün-ökologistischen Energiesparen, das die seltsamsten sprachlichen Blühten treibt.

Ich setzte in der eigenen Sprache ein paar umgangssprachliche Formulierungen voraus, die reflexiv kritisch sind, wo ich andere Redeweisen kritisiere:
1) Die Summe der Energie ist konstant.
2) „Energie“ ist auf der Erde praktisch unendlich viel vorhanden (wobei unendlich nicht mathematisch gemeint ist, sondern als Vergleichswort relativ zur „Energie“-Menge, die die Menschen verbrauchen)
3) Entscheiden ist, wer wieviel „Energie“ verbraucht:
one man one (Energie)vote
4) Die „Energie“, die „verbraucht“ wird, wird sinnvollerweise in Währungseinheiten und nicht in Joules gemessen.

In all diesen Formulierungen verwende ich Energie-Vorstellungen, die ich in diesem Blog dialogisch und sprachkritisch behandeln will.

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