Natürliche Energie

Energie ist als Ware ein begrenztes Gut, obwohl unendlich viel Energie vorhanden ist und Energie nicht verbraucht werden kann. Die Begrenzung des Gutes hat nichts mit der Energie selbst zu tun, sondern damit, dass ich die Energie in einer je bestimmten Form an einem je bestimmten Ort brauchbenzinzaphsaeulee. Wenn ich mit meinem Auto am Sonntag morgen durch die Stadt fahre, brauche ich die Energie am Sonntag in der Stadt , und weil mein Auto Benzin braucht, brauche ich die Energie in Form von Benzin. Bevor das Benzin, das ich beim Fahren verbrauche und vernichte, im Warentausch gegen Geld in den Tank meines Autos fliesst, fliesst es vielleicht in der Wüste Libyens durch den Boden und im Wallis durch eine Raffinerie und durch eine Zapfsäule in der Umgebung von Zürich. Dafür, dass Energie in meinen Benzintank kommt, verbrauche ich sehr viel Energie.

An der Zapfsäule hat das Benzin seinen Warenpreis, den ich in zwei verschiedenen Hinsichten als Preis von Energie bezeichnen kann. Ich kann mir einbilden, ich würde Erdöl kaufen, also etwas, was zuvor ein Stück Natur im Boden von Afrika war. Ich könnte meinen, ich könne Natur kaufen . Ich kann mir aber auch vorstellen, dass ich eine Dienstleistung kaufe, die darin besteht, das Erdöl von Afrika in Benzin zu verwandeln und in meinen Benzintank zu transportieren. Dann würde ich eine immense Arbeit von Menschen kaufen, in welcher diese Menschen sehr viel Energie verbraucht haben.Mir ist die sogenannte Solarenergie so sympathisch, weil ich noch keinen Augenblick gemeint habe, dass ich für die Wärme der Sonne auch nur einen einzigen Rappen hätte bezahlen müssen. Und Erdölenergie mag ich nicht, aber nicht wegen dem CO2, wofür ich auch im Benzinpreis zusätzlich sehr hohe Steuern bezahlen muss, sondern weil mir immer ganz unklar bleibt, wofür genau ich den Preis bezahle, wenn ich Erdöl kaufe.

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2 Gedanken zu „Natürliche Energie

  1. Otto

    Rolf, wollen wir wirklich Haare spalten, oder dem wahren Problem ins Auge sehen? Wenn ich von Energie schreibe, dann meine ich damit die unterschiedlichen Formen der Energie, dazu gehören fossil gebundene, mechanische(potentielle-,Bewegungs-, Lageenergie) Strahlungsenergie (atomar, solar…), elektrische Energie und sicher noch weitere.
    Das Problem beim Verbrennen fossiler Energie (die CO2-Problematik lasse ich kühn mal außen vor), liegt darin, daß diese nach dem Verbrennungsvorgang nun in Wärme vorliegt. Die Energie geht im Gesamtsystem Universum nicht verloren, wie Du auch schreibst, aber sie ist für kommende Generationen nicht mehr nutzbar, da dieser Prozeß nicht umkehrbar ist. In diesem Zusammenhang machen Worte wie Energieverschwendung und -Verbrauch sehr wohl Sinn. Dazu stehe ich. Doch diesen Sachverhalt verschweigst Du in Deinen Ausführungen. Ich verstehe nicht was Du mit diesen Wortspielchen erreichen willst, außer, daß Leser welche diese Dinge nicht einordnen können, nun total verwirrt sind. Erinnert mich ein wenig an Esotheriker.
    Gruß Otto Fräser

    Antwort
    1. Rolf Todesco Autor

      Lieber Otto, ich habe Deinen Beitrag leider erst jetzt gesehen (die Benachrichtigung von WordPress funktioniert nicht richtig bei mir).
      Was will ich mit meinen „Wortspielchen“? Ich will dass das Spiel mit den Worten sich seiner Regeln bewusst ist. Ich achte darauf, wie ich die Wörter verwende und was dann allenfalls nicht sagbar ist. Ich verwende das Wort „Energie“ so, dass ich mit der gewöhnlichen Schulphysik nicht in Widerspruch gerate. Offenbar teilen wir, dass Energie nicht „verloren gehen kann“.
      Ich orientiere mein Sprechen an dieser Vorstellung. Dann ich eben nicht sagen, dass ich Energie verbrauche, sondern muss mir genauer überlegen, was ich sagen will und dann die richtigen Worte dafür suchen.
      Leser, die das nicht einordnen können, kenne ich nicht. Ich kenne aber ganze viele, die es könnten, aber nicht wollen.
      Ich sehe für mich keinen Grund, bewusst „falsch“ zu sprechen. Wenn ich Erdöl verbrenne, sage ich dass ich Erdöl verbrauche, weil das was übrigbleibt, kein Erdöl mehr ist. Ich sage aber nicht, dass ich Energie verbrauche, weil das was übrig bleibt gleich viel Energie in anderer Form ist.
      Im ganzen Blog vertrete ich die Ansicht, dass Menschen, die von Energieverbrauch sprechen, das (ganz ganz selten) dummerweise oder aber böserweise tun. Dumm wäre, wenn sie es nicht besser wüssten, böse ist, wenn sie damit davon ablenken, dass Energie Geld ist, also lieber über „Energie“ als über die gesellschaftlichen Verhältnisse reden. Ich versuche in den einzelnen Blogbeiträgen solche Zusammenhänge anzusprechen.

      Antwort

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